21. Juni 2021

[Rezension] Die Götter müssen sterben von Nora Bendzko

Werbung | Rezensionsexemplar

Wird sie die Amazonen retten – oder in den Untergang führen?

Düster, dramatisch und atemraubend actionreich: Dark Fantasy aus der Welt der Amazonen

Die Zeit der Unterdrückung ist vorbei!

Troja wird fallen, und die Amazonen werden sich endlich an den Helden rächen, die ihresgleichen töteten. So besagt es eine Prophezeiung von Artemis, der Göttin der Jagd, Herrin des Mondes und Hüterin der Frauen. Wenn die prunkvolle Stadt in Schutt und Asche liegt, sollen die Amazonen die Welt beherrschen.

Doch Artemis segnet ausgerechnet Areto mit ihren Kräften, die keine Kriegerin ist und auch sonst kein hohes Ansehen genießt. Wie kann eine wie sie der Macht einer Göttin würdig sein und ihre Schwestern in eine neue Welt führen?

Während Areto lernen muss, mit ihrem Schicksal umzugehen, spaltet ihre Erwählung die Amazonen in zwei Lager – ein Konflikt, der ihrem Volk im Trojanischen Krieg den Untergang bringen könnte. Denn der wahre Feind lässt sich nur mit vereinten Kräften töten. Um das Leid der Amazonen zu enden und sie zur Macht zur führen, müssen nicht nur Helden sterben, sondern auch Götter.

- Inhaltsangabe des Verlags, Quelle Verlagshomepage

"In ihren kühnsten Träumen sah Areto sich selbst, wie sie als Amazone mit dem Tod ritt. Fort von allen Zwängen, in einem Regen aus Blut und Knochensplittern, ungeheuerlich frei." - Seite 13

Auf "Die Götter müssen sterben" war ich unheimlich gespannt - Dark Fantasy, griechische Götter, Amazonen.. es klang, als wäre das Buch für mich gemacht worden, einfach nur spannend!

Der Einstieg ins Buch fiel mir dann aber ehrlich gesagt ziemlich schwer. Es prasselten so viele Namen auf mich ein und den Schreibstil von Nora Bendzko fand ich gewöhnungsbedürftig. Nicht schlecht, im Gegenteil, einfach nur ungewohnt und so las sich der Beginn holprig und ziemlich langsam. Ich brauchte einige Seiten, um da richtig rein zu kommen und selbst als ich mich daran gewöhnt hatte, kam ich nur recht langsam voran.

Die Geschichte konnte mich dafür von Anfang an echt überzeugen und so störte mich der eher schleppende und holprige Start nicht großartig. Am Anfang des Buches gibt es eine Art Trigger/Content Warnung, was ich für sehr angebracht hielt. Es ist eine Geschichte voll Gewalt, Blut, Kampf und Leid, doch auch voller Hoffnung und Liebe. Eine komplexe, düstere und einfach nur superspannende Geschichte, bei der es mir schwerfällt, meine Meinung in Worte zu fassen.

Genauso komplex wie die Geschichte sind auch die vielen, vielen Charaktere, die man hier begleitet. Auf Einzelne gehe ich an diesem Punkt nicht ein, das würde den Rahmen sprengen. Sie alle konnten mich sehr überzeugen und mitreißen, es sind starke Figuren mit starken Geschichten.
Sehr cool fand ich, dass nicht geschlechtliche Figuren und gleichgeschlechtliche Liebe eingebaut wurden, als wäre es genau so normal, wie Heterosexualität (was es für mich persönlich auch ist, ich weiß nur nicht, wie ich es besser beschreiben könnte..).

Das Ende ließ mich ein wenig zwiegespalten zurück. Die Geschichte wurde zwar gut abgeschlossen, ich hätte aber gerne mehr gelesen und fand es irgendwie ein wenig abrupt, auch wenn ich nicht genau greifen kann, wieso.

"Die Götter müssen sterben" ist ein echt spannender, vielfältiger und komplexer queerer Dark Fantasyroman, den ich trotz meiner Probleme am Anfang des Buches sehr empfehlen kann.

Vanessa ♥

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen