23. Juli 2018

Bernsteinstaub von Mechthild Gläser

Mal kommt es einem so vor, als würde die Zeit stehen bleiben, mal als würde sie wie im Flug vergehen. Auch Ophelia kennt dieses Gefühl, doch als sie plötzlich anfängt überall merkwürdigen Staub zu sehen und von ihrer Mutter zu ihren Verwandten geschickt wird, bekommt die Zeit eine ganz neue Bedeutung für sie. Sie ist eine Zeitlose und hat die Gabe, die Zeit zu sehen und zu manipulieren. Kaum hat sie von ihrer Fähigkeit erfahren, fängt die Zeit auf der ganzen Welt an verrückt zu spielen - die Turmuhren in London laufen rückwärts, in New York überlagern sich die Epochen und Menschen stecken in Zeitschleifen fest. Gemeinsam mit dem mysteriösen Leander und ein paar anderen Zeitlosen macht sich Ophelia auf die Suche nach der Ursache hinter diesem Chaos. Dabei stößt sie auf ein Geheimnis, welches die Welt der Zeitlosen komplett verändern wird..


Der erste Satz:
Der Herr der Zeit war alt geworden. - Seite 5

Meine Meinung:
Mit "Bernsteinstaub" ist ein neues Buch von Mechthild Gläser erschienen, auf das ich mich seit der Ankündigung sehr gefreut habe. Bisher mochte ich alle ihre Bücher sehr gerne und so konnte ich es natürlich kaum abwarten, mich in ihr neustes Werk zu stürzen.

Dank einer Leserunde auf Lovelybooks hatte ich die Chance das Buch vorab zu lesen, worüber ich mich unheimlich gefreut habe!

Der Einstieg in "Bernsteinstaub" fiel mir sehr leicht. Genau wie Hauptfigur Ophelia wird man von jetzt auf gleich in die Welt der Zeitlosen hineingeschmissen und mit einigen Infos überhäuft, schnell kamen viele Fragen auf. Von Anfang an fand ich die Idee hintern den Zeitlosen und das Zeit als Staub sichtbar ist sehr interessant und auch die Umsetzung hatte mich von der ersten Seite an. Gefiel mir wirklich sehr und ich wollte unbedingt mehr erfahren. Wenn es nicht schon sehr spät gewesen wäre und meine Augen nicht fast zugefallen wären, hätte ich das Buch wahrscheinlich in einem Rutsch verschlungen, es konnte mich von Anfang an sehr fesseln.

Mechthild Gläsers Schreibstil las sich einfach wundervoll und ich habe ihn sehr genossen. Sie erzählt die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Ophelia im Ich-Erzähler, ab und an wechselte die Perspektive zu Leander im personalen Erzähler, was mir unheimlich gut gefiel.

Ophelia ist eine tolle Hauptfigur, die ich quasi sofort sympathisch fand und ich in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Genau wie sie lauerte ich nur auf Antworten und konnte es kaum erwarten, mehr zu erfahren.
Leander ist ein interessanter Charakter, über den ich an dieser Stelle gar nicht zu viel schreiben möchte, da ich nicht Spoilern will.
Sie beide und auch die vielen anderen Figuren, auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehen werde, wussten von sich zu überzeugen, sind sehr gut und realistisch dargestellt.

Je weiter ich im Buch kam, desto weniger wollte ich es aus der Hand legen. Ich war immer unheimlich gespannt, wie es weitergehen wird, der Handlungsverlauf ist sehr spannend, wurde immer spannender und interessanter, unvorhersehbar und brachte einige Überraschungen mit sich.
Neben der Geschichte um die Zeitlosen und die verrückt spielende Zeit gab es auch noch eine Liebesgeschichte, die ganz wunderbar und sehr geschickt im Hintergrund eingeflochten wurde und mich sehr überzeugen konnte.

Das Ende von "Bernsteinstaub" lässt keine Fragen offen und schließt die Geschichte überzeugend ab, sodass ich das Buch zufrieden zuschlagen konnte.

Fazit:
Ohne große Worte - "Bersteinstaub" ist ein wundervolles Buch rund ums Thema Zeit, welches mich sehr überzeugen konnte. Ich würde sogar schon fast sagen, dass mir dieses gute Stück von Mechthild Gläsers Büchern bisher am besten gefiel und ich kann es wirklich nur empfehlen!

Allerliebste Grüße,
Vanessa ♥

Daten zum Buch:
Autorin: Mechthild Gläser
Übersetzt von: /
Verlag: Loewe
Seiten: 464
Preis: 19,95€
Erschienen: Juli 2018
Meine Wertung: ♥♥♥♥♥

Mein ♥-licher Dank für dieses Vorabexemplar im Rahmen der Leserunde geht an Lovelybooks und den Verlag!

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