16. April 2021

[Rezension] Magic Tales: Verhext um Mitternacht von Stefanie Hasse

Es war einmal eine Prinzessin, die ihren Prinzen suchte.

Tristan und seine beiden Stiefbrüder – das war noch nie eine gute Beziehung. Vor allem seit dem Tod seines Vaters hat Tristan unter den Mobbingattacken seiner Brüder zu leiden. Als einziger in der Familie hat er keine magischen Fähigkeiten und kann sich daher nicht wehren. Und natürlich wird er auch nicht zu den Bällen mitgenommen, die anlässlich des großen Walpurgistreffens stattfinden. Nur seine alte Freundin Mara hält zu ihm. Und Ela, die neue Schülerin aus dem fernen Rom. Aber Ela hat einen ganz speziellen Auftrag. Dafür braucht sie ausgerechnet ihn, Tristan. Wenn er doch nur ein kleines bisschen Magie hätte …

- Inhaltsangabe des Verlags, Quelle Verlagshomepage

"Die Bronzefiguren am Brunnen des oberen Marktplatzes warfen ihre Schatten auf das unebene Pflaster." - Seite 10

Ich liebe Märchenadaptionen! "Magic Tales: Verhext um Mitternacht" steht darum schon seit es erschienen ist auf meiner Wunschliste und als es dann jetzt, zum Erscheinen des zweiten Bandes, eine Signieraktion gab, habe ich zugeschlagen. Kurz nachdem ich das Buch in meinen Händen halten durfte, habe ich auch schon damit begonnen, die magische Version eines männlichen Aschenputtels klang so spannend!

Hätte ich ein wenig mehr Zeit/Konzentration zum Lesen gehabt, hätte ich das Buch wahrscheinlich in einem Rutsch beendet. So habe ich die ersten rund 100 Seiten an zwei Tagen abends und den Rest dann am dritten Tag verschlungen.

Die Geschichte um Tristan, der nach dem Tod seines Vaters als Wissender bei seiner magischen Stieffamilie lebt, die ihn immer wieder mit Mobbingattacken quält, und Ela, einer Hexe aus Rom mit einer tragischen Bestimmung, ist richtig spannend und ließ mich kaum los. Stefanie Hasse hat hier eine wirklich coole Adaption von Aschenputtel erschaffen, die mir sehr gefiel. Der Handlungsverlauf ist durchweg spannend, unvorhersehbar und sehr überzeugend.

Stefanie Hasses Schreibstil las sich wirklicht toll, sehr angenehm und flüssig. Sie erzählt die Geschichte aus Sicht von den beiden Hauptfiguren Ela und Tristan im Ich-Erzähler, was ich sehr mochte.

Tristan und Ela gefielen mir als Hauptfiguren wirklich sehr, sie waren mir auf Anhieb sympathisch und sie konnten mich vollkommen überzeugen und mitreißen - am Ende hatte ich sogar richtig Gänsehaut! Auch die anderen Figuren, egal ob wichtig oder unwichtig, stehen ihnen in nichts nach und sind toll dargestellt.

Das Ende schließt die Geschichte wunderbar ab und konnte mich ebenfalls sehr überzeugen. Theoretisch könnte man das Buch so für sich stehen lassen, auf den zweiten Band freue ich mich aber schon unglaublich! Dort kommt ein neues Märchen dran, welches mit bekannten Figuren aus diesem Buch neu erzählt wird.

Mit "Magic Tales: Verhext um Mitternacht" konnte mich Stefanie Hasse wirklich sehr überzeugen. Ich mochte ihre moderne Neuerzählung von Aschenputtel unheimlich gerne und freue mich nun schon unglaublich auf den zweiten Band und ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren!

Vanessa ♥

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