13. Oktober 2026

[Rezension] Der Onyxpalast: Wo die Seelen brennen - Stefanie Lasthaus

Werbung | Rezensionsexemplar

Buchdaten:
Übersetzer*in: /
Verlag: penhaligon
Format & Preis: Paperback 17€
Seiten: 512
ISBN: 978-3-7645-3350-2
Auch erhältlich als: eBook, Hörbuch


Achtung! „Der Onyxpalast: Wo die Seelen brennen“ ist der 2. Band der Reihe, weswegen im Folgenden Spoiler auftauchen können!



Willkommen im Onyxpalast, wo die Seelen brennen – wirst du die deine retten können?

Zurück in Cardiff versucht Gwen sich damit abzufinden, Aran niemals wiederzusehen. Doch dessen alter Feind Orcus – der Gott der römischen Unterwelt – hat es nicht nur auf Annwyn, sondern auch auf Gwen abgesehen. Aran holt sie zurück, um sie in Sicherheit zu wissen. Die Unruhen im Reich führen dazu, dass eine uralte Macht in Annwyn freigesetzt wird, die den Herrscher verändert – und Gwen erkennt den Gott, den sie liebt, kaum noch wieder. Als die Lage zu eskalieren droht, beschließt sie – gemeinsam mit Arans Verbündeten Hades, Hel und Osiris – alles zu riskieren, um ihn und Annwyn zu retten ...

- Inhaltsangabe des Verlags, Quelle Verlagshomepage

"Würdest du mir verraten, was du... Verflucht noch mal, Gwen!"
Vander duckte sich und hob beide Hände über den Kopf, als ich zielte und warf. - Seite 7

Nachdem ich vor ein paar Monaten den Auftakt der Trilogie gelesen habe, hätte ich am liebsten sofort mit dem zweiten Band weitergemacht. Ein wenig musste "Der Onyxpalast: Wo die Seelen brennen" dann allerdings noch warten, bis ich mich endlich zwischen die Seiten stürzen konnte.

Gwen ist zurück in Cardiff und versucht sich irgendwie damit abzufinden, ihr Leben in der Welt der Lebenden zu verbringen, ohne Aran, den walisischen Totengott, in den sie sich verliebt hat, jemals wiederzusehen. Doch dann greift Orcus, der römische Totengott, nicht nur Arans Reich Annwyn, sondern auch Gwen an. Aran holt Gwen und ihren Bruder Vander zu ihrem Schutz zurück nach Annwyn, wo sie erst einmal in Sicherheit sein sollten... wenn nicht eine uralte Macht freigesetzt worden wäre, die das Reich bedroht und sogar Aran selbst verändert...

Ich muss gestehen, dass ich ein paar Probleme hatte, so richtig in die Geschichte einzutauchen, und ich habe vergleichsweise lange für das Buch gebraucht. Woran genau das lag... ist mir allerdings ehrlich gesagt ein Rätsel. Nach ein paar Kapiteln konnte ich zum Glück komplett ins Totenreich abtauchen. Ich mochte Stefanie Lasthaus Schreibstil sehr, er las sich so schön angenehm und flüssig. Besonders zum Ende hin hat sie mich wieder so sehr gepackt, dass ich bis fast 3 Uhr in der Nacht gelesen habe, da ich einfach nicht aufhören konnte. Beim ersten Band hat sie das auch schon geschafft.. ob es wohl bei Band 3 erneut so sein wird?

Gwen mochte ich sehr und ich finde, dass sie eine tolle Entwicklung durchmacht. Nachdem sie erst versuchen musste, sich damit abzufinden, ihr Leben ohne Aran zu verbringen, ist sie ungeplant zurück im Totenreich. Doch der Aran, in den sie sich verliebt hat, verändert sich. Das strapaziert ihre Beziehung natürlich und als es nicht nur für das Totenreich, sondern auch für Aran immer gefährlicher wird, muss sie alles riskieren, um Aran irgendwie zu helfen. Ich hatte das Gefühl, dass die Beziehung nicht nur strapaziert wird, sondern dass sie an diesen Schwierigkeiten wächst. Ich fand die Entwicklung stellenweise wirklich emotional. Geknistert hat es ebenfalls, was ich sehr mochte.

Obwohl ich, wie gesagt, vergleichsweise lange für das Buch gebraucht habe und irgendwie Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte einzutauchen, fand ich es von Anfang an eigentlich richtig spannend. Gerade auf den ersten Seiten gibt es durch den Angriff Action. Danach wurde es zwar ruhiger, aber nicht weniger spannend, denn die Bedrohung durch die uralte Macht wird mit jeder Seite deutlich spürbarer. Ich war sehr gespannt, wie Gwen, Aran und Co. dagegen ankommen, vor allem da auch Aran sich immer mehr verändert hat. Gwen findet sich in einem Netz aus Intrigen wieder, es gibt neue Feinde... und man weiß nie so genau, wem man jetzt trauen kann und wem nicht. Je weiter ich kam, desto spannender wurde es, bis ich das Buch nicht mehr weglegen konnte bzw. wollte.

Mit dem Handlungsverlauf konnte mich Stefanie Lasthaus zwar nicht so richtig doll überraschen, wirklich vorhersehbar war es für mich allerdings auch nicht. Ich fand es toll, erneut ins Totenreich zu reisen. Ich mag diese düstere Atmosphäre und die Gothic Vibes total und ich hatte das Gefühl, dass es hier noch ein bisschen düsterer wurde. Die Kombination aus den verschiedenen Mythologien mit den verschiedenen Totengöttern finde ich weiterhin sehr cool und ich habe mich über das ein oder andere Wiedersehen sehr gefreut. Besonders Hades ist eine meiner liebsten Figuren hier.

Das Ende macht mich verdammt neugierig auf das große Finale und ich hätte am liebsten sofort zum Abschlussband gegriffen, als ich dieses Buch hier beendet habe. Ich bin unglaublich gespannt, wie es jetzt weitergehen wird!

Mein Fazit:
Zwar hatte ich zu Beginn ein bisschen Probleme in "Der Onyxpalast: Wo die Seelen brennen" einzutauchen, doch es ist ein sehr gelungener zweiter Band. Die Geschichte ist von Beginn an spannend, die Charaktere wissen von sich zu überzeugen und ich mochte die Entwicklungen sehr gern. Gerade jetzt im Herbst finde ich die düstere Atmosphäre dieser Reihe echt perfekt und die Mischung der verschiedenen Mythologien und ihrer Totengötter finde ich total cool! Ich freue mich schon sehr aufs große Finale.

Allerliebste Grüße,
Vanessa ♥

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