21. August 2026

[Rezension] Die Villa - Markus Heitz

Werbung | Leserunden-Exemplar

Buchdaten:
Übersetzer*in: /
Verlag: Knaur
Format & Preis: Paperback 16,99€
Seiten: 336
ISBN: 978-3-426-56833-0
Auch erhältlich als: eBook, Hörbuch


Die Villa: Besitzt du sie oder besitzt sie dich?

Doreen und Marina Markert sind Mutter und pubertierende Tochter, die sich bislang eher glücklos durchs Leben schlagen. Doch dann ziehen sie bei einer Zwangsversteigerung endlich einmal das ganz große Los: Zum Schnäppchenpreis kommen sie in den Besitz einer alten Villa im Leipziger Stadtteil Gohlis. Dort scheint sich das Leben der beiden erst einmal in jeder Hinsicht zum Guten zu wenden: Plötzlich laufen die Geschäfte der Mutter, die Teenager-Tochter startet mit ihrer Musik als YouTube-Star durch. Beide finden die Aufmerksamkeit und Zuneigung, die sie suchen. Aber alles hat seinen Preis: Als Doreen schließlich erkennt, auf welchen Pakt sie und ihre Tochter sich unbewusst eingelassen haben, könnte es bereits zu spät sein.

Währenddessen geht Musiker Ethan in London auf die verzweifelte Suche, wer den brutalen Mord an seiner Mutter begangen hat, und kommt einer unheilvollen Verbindung auf die Spur. Und mit jedem Tag, der vergeht, steigt die Anzahl der Toten …

Für alle Fans des Gothic Horrors von Guillermo del Toro bis Edgar Allan Poe.

- Inhaltsangabe des Verlags, Quelle Verlagshomepage 

"Zum letzten Objekt...", bahnte sich die mikrofonverstärkte Frauenstimme ihren Weg in Doreens dösenden Verstand. "Es handelt sich dabei um ein Grundstück von 600 Quadratmetern, bebaut mit einer Villa aus dem Jahr 1880, im Poetenweg 13a. Das stark renovierungsbedürftige Gebäude in Gohlis steht unter Denkmalschutz." - Seite 7

Auf "Die Villa" habe ich mich riesig gefreut. Als das Buch angekündigt wurde, ist es sofort ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste gelandet. Ich mag die Bücher von Markus Heitz sehr, ich habe schon einige seiner Bücher gelesen und sehr gemocht.. und aktuell habe ich richtig Bock auf Horror, da passte diese Neuerscheinung doch perfekt!

In "Die Villa" geht es, wie der Titel einen vielleicht schon verrät, um eine alte Villa. Doreen ersteigert diese bei einer Zwangsversteigerung für gerade einmal 100€. Ein absolutes Schnäppchen... oder? Zusammen mit ihrer pubertierenden Tochter Marina zieht sie dort ein und plötzlich läuft es in ihrem Leben richtig gut! Als ob die Villa ein Glücks- und Erfolgsbringer ist. Doch dieses Glück und dieser Erfolg kommen mit einem Preis..

Ich war so neugierig, was genau es mit allem auf sich hat. Schon bei Doreens erstem Besuch in der Villa nach der Ersteigerung hat man gespürt, dass dort irgendetwas vor sich geht. Eine große verhüllte Standuhr steht mitten im Eingangsbereich und über allem legt sich das Tick-Tack dieser Uhr, fast schon wie ein Herzschlag.

Dazu gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang um den Musiker Ethan aus London. Seine Mutter und ihre Freundin sind auf merkwürdige Art und Weise ums Leben gekommen und er will unbedingt herausfinden, was dort bloß geschehen ist.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Ich mag Markus Heitz Art zu schreiben eh total gern und hier hat er mich erneut vollkommen in den Bann seiner Geschichte gezogen. Jede Lesepause ist mir schwergefallen und wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, hätte ich das Buch vermutlich in einem Rutsch verschlungen.

Ich war gespannt, wie die beiden Handlungsstränge zusammenhängen, denn ich konnte mir am Anfang wirklich nicht vorstellen, wie sie etwas miteinander zu tun haben könnten. War so neugierig, was genau denn nun mit der Villa abgeht, die ihre Opfer fordert. Dabei wurde es nicht selten brutal und blutig und stellenweise sogar richtig wild. Der Handlungsverlauf hat mich nicht nur einmal sehr überrascht und ich fand es so interessant, mehr über die Villa und ihre Geschichte zu erfahren.

Für mich ist "Die Villa" allerdings ganz knapp kein Highlight geworden. Obwohl ich sämtliche Charaktere überzeugend fand und ihre Handlungen die meiste Zeit nachvollziehen konnte, blieben sie mir ein bisschen zu fern. Ich habe mich eher wie eine Beobachterin gefühlt, als dabei zu sein. Ein paar wenige Dinge waren für mich auch nicht vollständig nachvollziehbar.
Generell hätte ich mir ein klein wenig mehr Tiefe gewünscht, nicht nur bei den Charakteren, auch bei der Story. Es war zwar alles wirklich spannend und total interessant, blieb mir aber manchmal ein klitzekleines bisschen zu oberflächlich und ging mir an manchen Stellen zu schnell bzw. zu einfach.

Obwohl es sich bei "Die Villa" meines Wissens nach um einen Einzelband handelt, gab es am Ende noch einen Twist, der es eher zu einem offenen Ende macht.. das passt aber irgendwie perfekt zur Story. Ein paar kleinere Fragen, die nicht allzu relevant für die Handlung sind, blieben bei mir ebenfalls zurück.

Mein Fazit:
"Die Villa" ist für mich zwar ganz knapp an einem Highlight vorbeigerutscht, konnte mich aber trotzdem so sehr packen, dass mir jede Lesepause sehr schwergefallen ist. Die Story war spannend, total interessant und vor allem blutig und hat mich kaum losgelassen.

Allerliebste Grüße,
Vanessa ♥

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