Seiten

13. Mai 2022

[Rezension] The Witch Queen: Entfesselte Magie von Verena Bachmann

**Eine Königin, die keine sein möchte**

Die Hexe Enju will nach einem langen Arbeitstag in der Bar ihrer Tante nur eins: endlich in ihr Bett. Doch durch eine Verschiebung der Magie landet sie in einem Viertel der Stadt, in das sie normalerweise niemals einen Fuß setzen würde. In Lapislazuli spielt die Magie schon seit geraumer Zeit verrückt. Doch vor dem Club der Totenbeschwörer fühlt sie sich besonders seltsam an. Dort muss etwas Grausames geschehen sein, für das Enju plötzlich verantwortlich gemacht wird. Um ihre Unschuld zu beweisen, muss sie mit dem attraktiven Anführer der Beasts zusammenarbeiten, der eine ungeahnte Anziehung auf sie ausübt. Aber je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto näher kommt er dem Geheimnis um die wahre Königin der Hexen ...

- Inhaltsangabe des Verlags, Quelle Verlagshomepage

"Wenn es nach mir ginge, würde ich meinen Samstagabend wie folgt verbringen: Zuerst würde ich ein langes entspannendes Schaumbad nehmen und mich danach mit einer großen Tasse heißer Schokolade und einem Buch gemütlich auf mein Sofa lümmeln. Leider war das Leben ja bekanntlich kein Wunschkonzert und meins verlief definitiv nicht nach meinen Wünschen." - Seite 7

"The Witch Queen: Entfesselte Magie" habe ich hauptsächlich aufgrund des tollen Covers und dem Farbschnitt vorbestellt, die Kurzbeschreibung habe ich mir ehrlich gesagt nie so genau angesehen und ich wusste im Prinzip nur, dass es, wer hätte es gedacht, um Hexen geht - das reichte mir allerdings auch schon, um sehr gespannt auf das Buch zu sein.

Seitdem "The Witch Queen: Entfesselte Magie" bei mir eingezogen ist, habe ich echt viel Gutes über das Buch gehört und so musste ich es jetzt einfach endlich vom SuB befreien!

Nach einem langen Arbeitstag will die Hexe Enju nur noch nach Hause und in ihr Bett. Auf dem Weg landet sie durch eine Verschiebung der Magie allerdings ausgerechnet im Viertel der Nekromanten, wo sie in einen grausamen Tatort stolpert. Prompt wird sie für die Tat verdächtigt und die einzige Möglichkeit, ihren Namen rein zu waschen und ihr Todesurteil zu verhindern, ist, den wahren Täter aufzuspüren.. und das so schnell wie möglich, ihr bleiben nur acht Tage!

Verena Bachmann wirft einen direkt ins Geschehen. Ohne großes Vorgeplänkel landen wir im Nekromantenviertel von Lapislazuli, einer magischen Parallelwelt, und stoßen an Enjus Seite auf einen grausamen und wirklich blutigen Tatort. Das blutige zieht sich auch durch das gesamte Buch, es geht ganz schön zur Sache!

Die magische Parallelwelt mit all den verschiedenen Wesen, wo sich die Geschichte, bis auf wenige Seiten am Anfang, abspielt, gefiel mir wirklich gut. Auch die verschiedenen Arten wie zB Hexen, Gestaltwandler und Nekromanten und wie diese dort zusammen leben fand ich echt interessant.

Erzählt wird im Ich-Erzähler aus Sicht von Enju, die nur wenige Tage Zeit bekommt, ihre Unschuld zu beweisen. Unterstützt wird sie dabei von Kayneth, dem attraktiven Anführer der Beasts, zu dem sie sich immer stärker und stärker hingezogen fühlt. Enju mochte ich wirklich gerne, sie nimmt kein Blatt vor den Mund, ist sarkastisch und eine echt tolle Figur. Allerdings konnte ich ihre Gedanken und Handlungen nicht immer ganz nachvollziehen. Kayneth gefiel mir am Anfang des Buches gar nicht, im Lauf der Geschichte aber immer mehr, doch er und die vielen anderen Figuren wirkten auf mich persönlich ehrlich gesagt ein klein wenig blass, weniger lebendig als Enju.

Mit Verena Bachmanns Schreibstil hatte ich am Anfang des Buches ganz leichte Probleme, die sich aber schnell legten. Danach las es sich flüssig und rasend schnell.

Die Story ist von Anfang an richtig spannend und, wie gesagt, sehr blutig. Zwar konnte mich der Handlungsverlauf nicht so richtig überraschen, doch vorhersehbar war es auch nicht. Es war echt interessant und ich war die ganze Zeit verdammt neugierig darauf, wer hinter den Morden steckt und was Enju alles herausfindet.

Bei einem attraktiven Begleiter ist natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht weit. Diese konnte mich leider nicht vollständig überzeugen, ich fand sie nicht immer ganz passend und nachvollziehbar. Trotzdem gefiel sie mir aber ganz okay! Überrascht hat mich, dass es ein wenig expliziter wurde.. damit hätte ich nicht gerechnet!

Das Ende des Buches ging mir dann ehrlich gesagt irgendwie zu schnell und zu problemlos. Ich denke, ein paar Seiten mehr hätten dem Showdown echt gut getan. Es ist übrigens an sich gut abgeschlossen, ein zweiter Teil ist aber schon angekündigt und wird in naher Zukunft erscheinen.

Am Ende dieser Ausgabe gibt es noch eine circa 30 Seiten lange Bonusgeschichte, die mir echt ziemlich gut gefiel. Eine tolle Ergänzung!

An dieser Stelle muss ich kurz auf die Altersempfehlung eingehen, was ich sonst eigentlich nie mache. Das Buch wird vom Verlag ab 14 Jahren empfohlen, was ich persönlich nicht ganz passend finde. Nicht nur die blutige Geschichte, sondern auch die expliziteren Szenen sind in meinen Augen eher ab ungefähr 16 geeignet. Natürlich kommt es aber immer individuell auf den Lesenden an.
Edit: Als ich die Rezension geschrieben habe, wurde als Altersempfehlung 14 Jahre angegeben. Als ich gerade nochmal nachgeschaut habe, stand auf der Verlagsseite 16. Das finde ich gut, dass das scheinbar angepasst wurde.

"The Witch Queen: Entfesselte Magie" hatte leider ein paar Punkte, die mir nicht ganz so gut gefielen. Im Großen und Ganzen konnte mich die spannende und blutige Geschichte aber trotzdem überzeugen.

Allerliebste Grüße,
Vanessa ♥

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen