14. November 2012

Ein Flüstern in der Nacht





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Daten zum Buch:
Autorin: Moya Simons
Verlag: cbj
Seiten 304
Preis: 12,99
Erschienen: Oktober '12









Warum ich das Buch lesen wollte:
Entdeckt habe ich es auf Blog dein Buch, Cover und Titel sprangen mir direkt ins Auge. Auch die Inhaltsangabe sprach mich sofort an, also wanderte es direkt auf meine Wunschliste und ich habe mich tierisch gefreut, als ich es durch Blog dein Buch bekommen habe! :)

Darum geht es:
Deutschland zur Zeit des Holocaust:
Rachel und ihre Familie werden in ein Judenhaus gebracht. Kurze Zeit später wird dieses von deutschen Soldaten gestürmt und alle Bewohner werden weggebracht.
Kurz davor hat Rachels Vater sie im Schrank unter der Spüle versteckt, seine letzten Worte zu ihr waren, dass sie sich ganz klein machen soll und sie keinen Mucks von sich geben darf, egal was passiert.
Seitdem spricht sie nicht mehr und von ihrer Familie bleibt ihr nichts mehr, außer der längste Schal der Welt, den ihre Mutter gestrickt hat, und das Tagebuch ihrer Schwester Miri.
Ein deutsches Ehepaar entdeckt sie später dann im Schrank und nimmt sie schließlich bei sich auf, versteckt sie.
Nachdem Krieg begreift Rachel dann ganz langsam, dass sie ihre Familie wohl nie wieder sehen wird. Doch Wunder geschehen immer und Rachel findet nicht nur ihre Stimme wieder..

Der erste Satz:
In den Dreißigerjahren, vor dem Krieg, wohnten wir in einem zweistöckigen Haus in Leipzig. "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons, Seite 11, Zeile 1-2.
Meine Meinung:
Ein, trotz ernster Thematik, total schönes Buch!

Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Er ist etwas kindlich, aber nicht zu übertrieben, was, im Anbetracht dessen, dass dieses Buch aus der Perspektive eines jungen Mädchens geschrieben und laut Verlagshomepage, laut Homepage des Verlags, ab 10 Jahren empfohlen ist, sehr angemessen ist. Das Kindliche wirkt nicht übertrieben, sondern sehr glaubwürdig, was mir ziemlich gut gefiel.

"Ein Flüstern in der Nacht" erzählt die Geschichte der kleinen Rachel, einer Jüdin, und was sie in der Zeit des Holocaust und der Judenverfolgung erlebt. Die Geschichte ist einerseits ziemlich tragisch und auch traurig. Es ist schrecklich zu lesen, was Rachel, ihrer Familie und vielen anderen Juden angetan wird, die ja eigentlich niemandem etwas getan haben.
Andererseits ist die Geschichte aber auch total schön, besonders zum Ende hin trieb sie mir Freudentränen in die Augen. Mit einigen Dingen, die geschehen sind, hätte ich so, ehrlich gesagt, gar nicht mehr gerechnet.
Zum Inhalt möchte ich auch gar nicht mehr groß was erzählen als das, man sollte dieses Buch einfach selber lesen und selbst herausfinden, was geschieht. Nur noch so viel: Es war an keiner einzigen Stelle langweilig. Die Geschichte ist durch die Thematik ziemlich lehrreich und ich kann es mir sehr gut als Schullektüre vorstellen. Es hat mich sehr mitgerissen, womit ich am Anfang gar nicht gerechnet hätte.

Rachel mochte ich sehr! Sie ist mir ziemlich schnell ans Herz gewachsen und dadurch, dass das Buch aus ihrer Perspektive und als Ich-Erzähler geschrieben wurde, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen, sie und auch ihre Gefühle verstehen.
Auch die anderen Personen gefielen mir.

Insgesamt ist dieses Buch, trotz ernsthafter Thematik, auf seine eigene Art und Weise wirklich schön! Es ist etwas für Jung und Alt, die mehr über den Holocaust erfahren, dabei aber auch noch eine tolle Geschichte lesen wollen, das empfohlene Alter von 10 Jahren finde ich sehr angemessen.

Mein ♥-licher Dank geht an Blog dein Buch und den Verlag, die mir dieses Buch zum rezensieren zur Verfügung gestellt haben!
Vanessa ♥

Kommentare:

  1. Das klingt richtig schön :) Traurig aber schön. Kennt du das Buch "Als Hitler das rosa Kanninchen stahl"? Das ist so ähnlich. Auch sehr kindlich geschrieben aber das macht so ein Buch wirklich aus finde ich. ;)
    GLG

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    1. Vom Titel her ja, aber gelesen habe ich es nie^^

      LG

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